Kulturpavillon Fechenheimer Friedhof

Kulturstätte Fechenheimer Friedhof

Breite Unterstützung für das Projekt macht Weg für Sanierungsbeginn frei

Das Kunstbüro in Frankfurt-Fechenheim ist seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich Kunst- & Kulturmanagement sowie Ausstellungsmanagement tätig, zudem entwickelt und realisiert es Kunst- und Kulturprojekte. Jetzt hat Das Kunstbüro ein Konzept für Kulturveranstaltungen auf dem Fechenheimer Friedhof entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Verein PolymerFM e.V. wird hierfür das verlassene historische Gebäude hinter der Aussegnungshalle saniert. Dieses soll als Ausstellungsort und Begegnungsstätte dienen.

Der 1846 errichtete Bau wird seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt – Risse in der Fassade, verwitterte Farbe an Fenstern, bröckelnder Putz, Moos auf dem Dach… Hier reichen nicht nur ein paar Pinselstriche und frische Farbe – rund 28.000 Euro wurden für eine Instandsetzung veranschlagt: „Allein könnte der Verein das nicht stemmen“, berichtet Sabine Lauer, erste Vorsitzende von PolymerFM e. V. Das Grünflächenamt ist von dem neuen Konzept für die Kulturstätte überzeugt und erklärte sich bereit, Dach, Regenrinne und Elektrik instand zu setzen. Der Verein ist für die Instandsetzung und Renovierung der Innenräume und Fenster zuständig. Dafür kommen 5.000 Euro aus Vereinsmitteln. „Und obendrein jede Menge Ellenbogenschmiere unserer Mitglieder“ berichtet Lauer mit einem Augenzwinkern.
Aus dem Ortsbeirats- Budget werden wir mit zusätzlich 7.724 Euro unterstützt, auch für den Einbau eines Schienensystems. Zusätzlich beteiligt sich die Allessa GmbH für die Anschaffung von beweglichen Heizkörpern mit 2.500 Euro an dem Projekt.

Die Renovierungsarbeiten haben sowohl im Innen-als auch im Außenbereich begonnen, damit das Gebäude bald für Kulturveranstaltungen zur Verfügung steht. Das Veranstaltungskonzept wird dem besonderen Ort in jeglicher Hinsicht gerecht, es wahrt die Pietät und geht sensibel mit dem Ort der Trauer und Ruhe um. „Die Coronapandemie hat uns allen vor Augen geführt, wie zerbrechlich und endlich das Leben ist. Wir wollen daher den Friedhof auch als einen Ort der Lebenden verstehen, die sich dort begegnen – auch im Rahmen einer kulturellen Veranstaltung.“, erläutert Lauer.