KULTURPAVILLON Friedhof Fechenheim

Kulturstätte Fechenheimer Friedhof

Ausstellungen und  Veranstaltungen von April bis Oktober 

Eine Besonderheit des Fechenheimer Friedhofes ist das ebenerdige historische Gebäude aus der Spätbiedermeierzeit, welches 1846 erbaut wurde und seit Jahrzehnten ungenutzt ist. Die Räume dienten als Aufbahrungsort, später zur Lagerung von sogenannten „Fundleichen“, bis sie lediglich für die Aufbewahrung von Geräten genutzt wurden.

Die Kunst- und Kulturmanagerin Sabine Lauer setzte sich 2020 mit einer Umnutzung der ehemaligen Totenhalle auseinander und entwickelte die Konzeption IN MEMORIAM, für Friedhöfe mit leerstehenden Gebäuden; gefördert durch die Hessische Kulturstiftung.

Im Jahr 2021 setzte der Verein PolymerFM in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt das historische Gebäude als Pilotprojekt, instand. Am 05.09.2021 fand die Eröffnung des Hauses statt, mit der Ausstellung IN MEMORIAM „In Gedenken an…über den Tod hinaus“.

Von April bis Oktober wird in den beiden Räumen des KULTURPAVILLONs Friedhof Fechenheim Kunst präsentiert. Die beiden Freiflächen vor dem Gebäude dienen als erweiterte Bereiche, für literarische und musikalische Veranstaltungen. Diese Flächen sind kulturell nutzbar, weil hier keine Grabstellen geplant waren und sind.

Ausstellungen in den beiden Galerieräumen

IN MEMORIAM
jährlich zu Personen, die auf dem Fechenheimer Friedhof ihre
letzte Ruhestätte fanden.

Kunstausstellungen
von Künstler.innen aus Fechenheim und Umgebung
Debütausstellungen von kreativen jungen Menschen
Gruppenausstellungen Jugendkunst

Themenausstellungen

Veranstaltungen im Außenbereich

Lesungen

Solo- und Gruppenkonzerte

Öffnungszeiten: Do, Sa, So von 15 -18 Uhr 

Auf der Suche nach Erinnerungen 

Mit dem Thema Erinnerungen startet der Verein Polymer FM in den Herbst. Unter dem Titel „IN MEMORIAM In Gedenken an…über den Tod hinaus“ sind von Samstag, 3. September 2022, an künstlerische und philosophische Arbeiten von Sabine Lauer, Frank Rotter und Heinz Hauser im Kulturpavillon Friedhof Fechenheim zu sehen. Die Ausstellung mit Bildern, Texten und Gedichten lädt Besucher dazu ein, sich mit den Themen Zeit, Vergänglichkeit und Trauer zu beschäftigen.

„Wenn ein Mensch stirbt, kommt man ihm häufig näher“, sagt die Künstlerin und Kulturmanagerin Sabine Lauer, Vorsitzende von PolymerFM. Der Verstorbene hinterlasse ein ganzes Leben in Form von Bildern, Fotos, Briefen und auch Kunstwerken. Wer einen geliebten Menschen, Freund oder Partner verliere, sei auf der Suche nach Erinnerungen, um Zwiesprache zu halten. Vieles gehe dem Trauernden durch die Hände, was dem Verstorbenen gehörte. Es berühre und beschäftige ihn, manchmal stunden-, tage-, oder wochenlang. Die Suche nach Trost und Halt – auch dies ist Thema der Ausstellung.

Manchmal helfen Sinnbilder. Passend zu den Worten zeigt Frank Rotter visuelle Arbeiten. Es sind mystische, tropfenartige Figuren, die sich wie im Traum zu bewegen scheinen. Lichtgestalten vor dunklen Schatten, die sich mal zu zweit finden und mal zu Gruppen formieren. Mit seinen Fotografien von Grenzschichten flüssiger Stoffe, gedruckt auf Dibondplatten, erzielt der Künstler besondere Spiegelreflexe. Frank Rotter wurde in Hanau geboren, er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im Rhein-Main-Gebiet gestaltet er immer wieder Rauminstallationen, häufig in Verbindung mit Literatur.

Die von Sabine Lauer 2021 ins Leben gerufene Reihe IN MEMORIAM widmet sich Persönlichkeiten, die in Fechenheim ihre letzte Ruhestätte fanden, deren Grabsteine allein aber wenig über sie erzählen können. Alle haben mit persönlichem Engagement, künstlerischem Schaffen oder in anregender Denkfreudigkeit unter ihren Mitmenschen gewirkt, so Lauer. Beispielhaft dafür steht der 2018 verstorbene Dichter und Philosoph Heinz Hauser, dem PolymerFM bereits in diesem Jahr eine Einzelschau widmete. In der aktuellen Ausstellung sind in rechten Raum des Kulturpavillons Gedichte, Abhandlungen und Texte über sein Leben zu lesen, das davon geprägt war, die Welt verstehen zu lernen. „Das Leben geht weiter. Und auch die Toten, seht doch nur, wie hilfreich sie sind“, endet ein Gedicht von Hauser.

    Als ein kleiner Vorgeschmack auf den KULTURPAVILLON, unsere Eröffnungsausstellung: 

Der KULTURPAVILLON wird gefördert von: